Stadt Wien subventioniert Lesben/Schwulen-Konferenz mit 50.000 Euro

Pressemitteilung vom 02.10.2008 der Homosexuellen Initiative Wien (Originaltext der Aussendung):

Rotes Wien unterstützt Tagung der International Lesbian and Gay Association
 

Von Ende Oktober bis Anfang November wird die Homosexuellen Initiative Wien (HOSI) die Konferenzen sowohl der europäischen als auch der weltweiten International Lesbian and Gay Association (ILGA-Europa und ILGA-World) abhalten. "Seit gestern Mittwoch ist nun fix, dass die HOSI Wien von der sozialdemokratisch regierten Stadt Wien dafür eine Subvention erhält. An und für sich ist dies keine große Überraschung, da gerade die SPÖ Wien seit vielen Jahren - wo immer sie die Möglichkeit dazu hat - die Anliegen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen unterstützt. Sensationell ist allerdings die Subventionshöhe von 50.000 Euro. Im Hinblick auf das gemeinsame Anliegen freuen wir uns natürlich ganz besonders mit der Homosexuellen Initiative", erklärte Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender und Wiener Landesvorsitzender der SoHo (Sozialdemokratie und Homosexualität) am Donnerstag.

Auch Dominik Mungenast, stv. Landesvorsitzender der SoHo Wien, zeigt sich begeistert, spricht gleichzeitig aber von "einer ersten Etappe in der Finanzierung der beiden Konferenzen". "Nun ist noch das Bundesministerium für europäische und auswärtige Angelegenheiten am Zug. Dieses hat ebenso eine Unterstützungszusage erteilt. Ich gehe davon aus, dass diese halten wird, und die HOSI-Wien sich damit für die Austragung der beiden Konferenzen auf eine Finanzspritze der Superlative freuen kann. Für Wien ist es eine Ehre, dass sowohl die europäische, als auch die Welt ILGA Konferenz hier stattfinden. Eines zeigt sich außerdem ein weiteres Mal klar und deutlich: wo die SPÖ regiert, werden Anliegen von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen ernst genommen und gefördert", so Mungenast abschließend.

 

Leitartikel und Meinungen zur Nationalratswahl 2008
 

Schon im Wahlkampf war die Frage nach der Homo-Ehe ein oftmals diskutiertes Thema. Hatten die Positionen der Parteien zu dieser Frage einen Einfluss auf das Wahlergebnis? Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen. Wir haben für Sie einige der Stellungnahmen und Leitartikel der letzten Woche zusammengestellt. (Hier, wie auch an anderer Stelle zitierte Quellen, stellen die vertretenen  Meinungen nicht mit der Position der Initiativgruppe identisch.)

Starke ÖVP-Verluste bei katholischen Wählern

Die ÖVP hat bei der Nationalratswahl hohe Stimmenverluste bei gläubigen Katholiken hinnehmen müssen wie der ORF berichtet. Die Partei verlor bei den regelmäßigen Kirchgängern gegenüber 2006 sieben Prozentpunkte und liegt nun bei exakt 50 Prozent (2002: 69 Prozent) wie eine Studie von Fessel-GfK ergibt. Das berichtet kath.net am 02.10.2008.  Lesen Sie mehr
 

Der neue Mann in der ÖVP

Nach Meinung der meisten Kommentatoren kommt der ÖVP trotz der starken Verluste eine Schlüsselstellung für die Regierungsbildung zu. Der Wechsel von Molterer zu Pröll ist daher mehr als eine parteiinterne Rochade der Volkspartei. Andreas Unterberger (Wiener Zeitung, 29.09.2008) analysiert den Wechsel in einem Leitartikel und kommt zu folgendem Schluss:

Pröll gilt vielen auch als Mann, der die ÖVP ein Stück nach links führt. Darauf lässt insbesondere der Perspektivenprozess schließen, in dem sich Pröll besonders für Homosexuellen-Rechte bis hin zur unentgeltlichen Witwer-Pension für schwule Partner exponiert hat. Linke Signale der ÖVP sind aber spätestens seit Sonntag nicht gerade von zwingender taktischer Logik. Pröll wird Wertkonservative und Wirtschaftsliberale erst mühsam zu überzeugen haben, will er sich nicht mit den mageren Überbleibseln des Liberalen Forums begnügen und zumindest die Molterer-Wähler erben. Ich würde mich sehr täuschen, wenn nicht Jörg Haider – oder auch H.C.Strache – den im Regen stehenden (oder schon ins Abwartehäuschen geflüchteten) Bürgerlichen bald noch mehr unsittliche Angebote machen wird. Über die Zukunft der ÖVP entscheiden nur die Wähler und weder Werner Faymann noch mauschelnde Funktionäre.

Einen "Untergang der ÖVP" sieht Andreas Unterberger in einem weiteren Leitartikel in der Wiener Zeitung auf Grund einer zu liberalen Positionierung. Er schreibt: "Europakenner betonen, dass der Untergang einer christdemokratischen Partei nichts Ungewöhnliches ist. So hatten sie in Italien, Spanien, Frankreich und Ungarn wegen interner Konflikte und Orientierungslosigkeit kämpferisch agitierenden Rechtsparteien weichen müssen." Lesen Sie mehr
 

Wie sieht es das Ausland?

Viele Kommentatoren der internationalen Presse orteten in dem Ergebnis der Nationalratswahl einen Rechtsruck in Österreich. Tieferliegende Motive ortet aber z.B. das Nachritenmagazin TIME:

Die gemäßigten Stimmen, die die österreichische Politik seit dem Zweiten Weltkrieg dominierten, wurden am 28. September gedämpft. Die zwei rechtsgerichteten Parteien erreichten bislang nicht dagewesene Gewinne und fuhren fast 30% der Stimmen bei den Parlamentswahlen ein. Zwar wurden sowohl der FPÖ als auch dem BZÖ eine neo-nationalsozialistische einer fremdenfeindliche Haltung vorgeworfen. Beobachter sehen hinter ihrem Erfolg allerdings weniger einer Neigung der Österreicher zum Extremismus, sondern eher den Ausruck einer Frustration mit den regierenden gemäßigten Parteien. Deren wacklige Koalition erwies sich als unfähig, eine Einigung über wichtige wirtschaftliche und soziale Themen zu finden.

Quelle: TIME Europe, 13.10.2008

 

HLI Österreich für bürgerliche Koalition

Gerade in den Bundesländern, wo ÖVP-Funktionäre die eingetragene Partnerschaft Homosexueller am stärksten vertreten, habe die Partei die meisten Stimmen eingebüßt, stellt Dietmar Fischer, Direktor der Österreich-Sektion von Human Life International (HLI) fest. „Kein Wunder, dass gerade in diesen Bundesländern die rechten Bürgerparteien BZÖ und FPÖ überproportional Stimmen gewonnen haben, weil die christlichen Wähler das strikte Nein zur Homo-Ehe mit ihrer Stimme gewürdigt haben“, interpretiert Fischer das Ergebnis. Indes hat der Parteivorstand der ÖVP Landwirtschaftsminister Josef Pröll zum neuen ÖVP-Obmann anstelle von Wilhelm Molterer bestimmt. Dietmar Fischer sieht im Ja zur „Homo-Ehe“ den Hauptgrund für den Verlust der ÖVP. Lesen Sie mehr

Homo-Ehe (und andere gesellschaftliche Experimente) abgewählt!

Die Positionierung der Parteien zur Homo-Ehe nahm das Wahlergebnis bereits vorweg - Eine erste Analyse am Wahlabend von J.Hoffmann. Lesen Sie mehr

 

Wie geht es weiter nach der Wahl?

Die Forderungen unserer Initiative sind aktuell wie immer. Bitte unterstützen Sie uns auch weiterhin, etwa dadurch, dass sie Ihren neugewählten Volksvertretern Ihre persönliche Meinung zu diesen Fragen schreiben.

Auch uns würde Ihre Meinung interessieren. Was war für Sie ausschlaggebend bei dieser Wahl? Was möchten Sie den Politikern für die Koalitionsgespräche mitgeben? Schreiben sie uns:
information@gesellschaftsverantwortung.at

 

                "Sagen Sie Ihre Meinung!"                  

Gerade jetzt ist Ihre persönliche Meinung gefragt. 

>> mehr über das Schreiben von Leserbriefen und E-Mails an Politiker

 

 

Vor der Wahl: Homo-Ehe als Wahlkampfthema

Molterer: "Gleichgeschlechtliche Partnerschaft kommt auf jeden Fall - Kirche kein Maßstab für mich"

Wenige Tage vor der Wahl hat der ÖVP-Spitzenkandidat Molterer angekündigt, dass die "Homo-Ehe" nach der Wahl komme und für ihn die kirchliche Position in dieser Frage kein Maßstab sei: "Glauben Sie, ich brauche den Bischof Laun dazu? Nein, wirklich nicht."
(Link: Videomitschnitt der Aussage)

Wien, 23.09.2008 (www.kath.net)
Der österreichische ÖVP-Chef Wilhelm Molterer hat am Montag am Abend in der ORF-Sendung "Wahl08 - Ihre Frage" im Rahmen einer Diskussion mit Jugendlichen bekanntgegeben, dass es nach der Wahl auf jeden Fall zur Einführung der "Homo-Ehe" komme. Wörtlich sagte Molterer: "Es darf keine Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Partnern geben." Die gleichgeschlechtliche Partnerschaft werde kommen. Molterer stellte klar, dass er es war, der in der ÖVP diese "kritische Diskussion" beendet habe.

Im Rahmen der Sendung hat Molterer auch einen Angriff auf die Kirche gestartet. Zur Frage von ORF-Moderator Roman Rafreider "Die Kirche sagt: Die Homosexualität ist eine Krankheit, die geheilt gehört" meinte Molterer dann: "Herr Rafreider, da sind Sie im 19. Jahrhundert. Ich bin im 21. Jahrhundert." Der Journalist wandte ein, dass dies die Kirche sage und er das nur wiedergebe: "Nicht ich (sage das), die Kirche." Darauf Molterer: "Na entschuldigen Sie, ist das ein Maßstab für mich?"

Roman Rafreider zeigte sich darüber erstaunt und sagte wörtlich: "Das habe ich gedacht." Dann meinte der ÖVP-Chef weiters: "Da haben Sie vielleicht falsch gedacht. Ich habe meinen persönlichen Maßstab und ich respektiere jede individuelle Entscheidung des Menschen, weil er es aus seinem Gewissen her verantwortet und das ist mein Maßstab. Glauben Sie wirklich, ich brauche den Bischof Laun dazu? Nein, wirklich nicht!"

Stellungnahmen zu den Aussagen von Vizekanzler Molterer

In seiner Antwort auf Wilhelm Molterer zitiert "Familienbischof" Andreas Laun Papst Benedikt XVI.: „Die Bereitschaft, auf Gott zu hören, muss die Basis für die Politik werden.“ Lesen Sie unter folgendem Link die Stellungnahme von Bischof Laun

Inzwischen ließ Wilhelm Molterer über seinen Pressesprecher Jürgen Beilein gegenüber KATH.NET ausrichten dass die Aussagen in keiner Weise so zu verstehen seien, "dass damit die Glaubenslehre der katholischen Kirche und ihre Werte relativiert werden sollten". Hier finden Sie die Stellungnahme an KATH.NET

 

Alfons Adam: "Politik nicht den Atheisten überlassen"

ORF online, 22.09.2008  Für eine Trennung von Kirche und Staat, aber für eine Verbindung von Religion und Politik spricht sich der Spitzenkandidat der Christen, Alfons Adam, in der ORF.at-Serie "20 Fragen an die Kandidaten" aus. Politik, so Adam, dürfe man "nicht den Atheisten überlassen".

"Homosexualität nur Selbstzweck"
Viele der Zusendungen an Alfons Adam von den Christen hatten das Verhältnis von Kirche und Staat, aber auch die Einstellung der Christen-Partei zur Homosexualität zum Thema. Adam meint dazu, die Homosexualität sei schon jetzt "in vielem" der Ehe gleichgestellt. Er will eine Stärkung der Ehe. Denn: Die Ehe diene auch dem Fortbestand der Gesellschaft, während die Homosexualität "nur Selbstzweck" sei.

>>> Lesen Sie weiter unter Wahl 08 - "20 Fragen"

 

TV Konfrontation Molterer - Van der Bellen: Keine Annäherung bei Homoehe


ORF online 19.09.2008 Angesichts der aktuellen Finanzkrise war die TV-Konfrontation zwischen Finanzminister und ÖVP-Spitzenkandidat Wilhelm Molterer und Grünen-Chef Alexander Van der Bellen von der Frage geprägt, ob die Pensionsvorsorge noch gesichert sei. Am hitzigsten verlief die Auseinandersetzung bei gesellschaftspolitischen Themen wie Homoehe und Ausländerpolitik.
 
Bei der Homoehe betonte Molterer, er sei selbstverständlich gegen die Diskriminierung Homosexueller, aber auch gegen die völlige Gleichstellung. Adoption etwa dürfe nicht möglich sein oder auch der Einsatz von Fortpflanzungsmedizin, "weil ich das nicht für richtig halte". Die Partnerschaft von Mann und Frau sei eine "wichtige Perspektive auch für die Gesellschaft", so Molterer etwa unter Verweis zum Pensionssystem.

Van der Bellen wiederum betonte, für die Grünen sei es "selbstverständlich", dass Schwule und Lesben die gleichen Rechte haben müssen.

Die Aussagen der Spitzenpolitiker im Wortlaut

Diese und die bisherigen TV-Konfrontationen zum Nachsehen:  http://wahl08.orf.at/stories/302381/

 

Grüne: Eheöffnungsantrag für Lesben und Schulen "noch vor NR-Wahl"

12.09.2008 (OTS) "Die Gleichstellung von Lesben und Schwulen im Eherecht sowie die Schaffung des Zivilpakt Zip sind noch vor der NR-Wahl möglich", erklärte Ulrike Lunacek, offen lesbische Nationalratsabgeordnete der Grünen vor der Nationalratssitzung am 12. September. "Die Grünen werden heute einen Fristsetzungsantrag zu ihren schon im Justizausschuss liegenden Initiativanträgen zur Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare sowie zur Schaffung des Zip einbringen. Alle Parteien, allen voran SPÖ und ÖVP, sind aufgerufen, diesen Schritt endlich zu setzen und die Diskriminierung zu beenden", so Lunacek.

Der Ehe-Öffnungs-Antrag der Grünen hat einen simplen Wortlaut: Das Allgemeine bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) wird wie folgt geändert: Im § 44 2. Satz wird die Wortfolge ´zwei Personen verschiedenen Geschlechtes´ durch die Wortfolge ´zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechtes´ ersetzt.
 

Molterer: Partnerschaftsgesetz ja, aber keine Eheöffnung und Adoption

Auf Anfrage in der Internetplattform meinparlament.at teilte Vizekanzler und ÖVP Obmann Wilhelm Molterer die Position seiner Partei zur Frage der Homo-Ehe bekannt:
"Mit dem Koalitionspartner wurde bisher jetzt vereinbart, ein Partnerschaftsgesetz umzusetzen, das gleichgeschlechtlichen Paaren eine Rechtsbasis bietet, füreinander Verantwortung zu übernehmen und juristische Benachteiligungen beseitigt. Erfahrungen aus anderen EU-Ländern sind in die Entwicklung eingeflossen. Die Ehe allerdings - und darüber besteht breiter Konsens - wird nicht geöffnet, sie gibt auch den Kindern Halt. Auch das Adoptionsrecht wird in einem etwaigen Partnerschaftsrecht explizit ausgeschlossen sein. Zu der Installierung eines Partnerschaftsrechts stehen wir auch künftig."

 

Grüne Andersrum: Gleichstellung von Lesben und Schwulen in den nächsten fünf Jahren

 Wien, 10.09.2008 (OTS) - Die Gleichstellung von Lesben und Schwulen in den nächsten fünf Jahren" fordert der Spitzenkandidat der Grünen Alexander Van der Bellen beim heutigen Wahlkampfauftakt im Wiener Museumsquartier.

Van der Bellen hat Antworten auf die Ängstlichkeit der FPÖ: "unter anderem auch die Angst vor Lesben und Schwule. Die Grünen sind aber die Partei der mutigen Frauen", so VdB in Hinblick auf viele politisch aktive Frauen bei den Grünen. VdB machte auch darauf aufmerksam, dass nur bei den Grünen eine Ulrike Lunacek und viele weitere lesbische und schwule MandatarInnen selbstverständlich sind.

"Es ist nicht egal, wer Dritter wird", so VdB, der vor einem Vizekanzler Strache in einer rot-blauen Krone-Koalition warnt. Die Grünen positioniert er als weltoffene, innovative Alternative mit Konzepten - v. a. in der Klimaschutzpolitik, bei den Menschenrechten und bei der sozialen Gerechtigkeit. An die vielen Unentschlossenen WählerInnen appelliert VdB daher: "Denkt genau darüber nach, wer für die großen Parteien erster Ansprechpartner sein soll!"

Die Grünen Andersrum Wien sind erfreut über diese klare Worte, denn "nur die Grünen fordern die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule und fordern die wirkliche Gleichstellung", so der Sprecher der Grünen Andersrum Wien, Gemeinderat Marco Schreuder.
 

SoHo fordert "wirksames Transgender-Paket"

Die Sozialdemokratische Homosexuelleninitiative (SoHo) forderte in einer Aussendung (8. September) für Österreichs Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen ein "Antidiskriminierungsgesetz, ein Lebenspartnerschaftsgesetz mit allen wesentlichen Rechten und Pflichten analog der Ehe beim Standesamt, mittelfristig die Öffnung der Zivilehe für gleichgeschlechtliche Paare und die Adoption." Ebenfalls enthalten soll ein "wirksames Transgender-Paket" sein.

Lesen Sie mehr in der Rubrik  Presseberichte


 

Gesetzentwurf zur Einführung der Homo-Ehe vorerst gescheitert

Keine Beschlussfassung des Familienrechtspakets in dieser Regierungsperiode

Justizministerin Maria Berger (SPÖ) zog am 30. Juli 2008 Bilanz über eineinhalb Jahre Tätigkeit im Ministerium. Vieles sei ihr gelungen, manches könnte noch im Sommer-Ministerrat am 12. August beschlossen werden, einige wichtige Projekte sind am Widerstand des Koalitionspartners gescheitert.

Demnach werden auch das Familienrechtspaket und mit diesem die umstrittene Gesetzesvorlage für das Lebenspartnerschaftsgesetz in der auslaufenden Regierungsperiode nicht mehr beschlossen. Zuletzt war noch von einer Behandlung im Sommerministerrat die Rede (Die Presse), doch auch auch dazu wird es nun nicht mehr kommen. In ihrem Resümee stellt Ministerin Berger im Blick auf die nicht beschlossenen Gesetztesvorhaben fest: "Hier wird die Arbeit nach der Neuwahl weitergehen müssen."

Quelle: Justizministerium - News 30.07.2008

Die weitreichende Entscheidung, ob in Österreich tatsächlich die Homo-Ehe eingeführt werden soll,  wird also die nächste Regierung treffen müssen. Vorher hat aber der Wähler das Wort. Während die ÖVP in ihrer Haltung nach wie vor gespalten ist, haben sich FPÖ und "Die Christen" eindeutig gegen dieses Gesetzesvorhaben positioniert. SPÖ und Grüne befürworten die rechtliche Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften mit der Ehe.

 

Bisher unterschrieben 40.000 ÖsterreicherInnen:
"NEIN zur HOMO-EHE!"

Die Begutachtungsfrist für das Lebenspartnerschaftsgesetz (LPartG) für homosexuelle Paare endete am 16. Juni. Die Aktion "NEIN zur HOMO-EHE!" übergab dem Parlamentspräsidium die bis Anfang Juni gesammelten 22.000 Unterschriften gegen diesen Gesetzentwurf und legte Einspruch im Rahmen des parlamentarischen Begutachtungsverfahrens ein. Tausende weitere Unterschriften gingen in seitdem ein. Stand 8. Juli: 40.000 ÖsterreicherInnen schlossen sich den Forderungen der Intitiative an.
Aktuelle Medienberichte hierzu finden Sie unter Presseberichte.

Nach dem LPartG sollen Eingetragene Partnerschaft vor dem Standesamt geschlossen und der Ehe nachgebildet werden. Man kann mit Recht von der beabsichtigten Einführung einer "Homo-Ehe" sprechen. Die Einführung dieses Gesetzes wäre einer der massivsten familienpolitischen Eingriffe des Staates überhaupt. Nach dem urspünglichen "Fahrplan" unterlag der Gesetzentwurf des Justizministeriums der Beschlussfassung in Ausschüssen, dem Ministerrat und dem Parlament. Das Scheitern der rot-schwarzen Koalition führte jedoch dazu, dass die Entscheidung erst von der nächsten Regierung getroffen wird.

Wir sprechen uns mit Nachdruck gegen den Gesetzentwurf aus und fordern die Entscheidungsträger unseres Landes auf, auch in der kommenden Legislaturperiode eine Einführung der "Homo-Ehe" zu verhindern!


 

            Unser Aufruf "NEIN zur HOMO-EHE!"             

Download: Unterschriftenliste

>> mehr zu den Gründen, weshalb wir das Lebenspartnerschaftsgesetz ablehnen
 

 

     Unsere Stellungnahme an das Parlament      


 

Am 13. Juni überreichte die Initiative "NEIN zur HOMO-EHE!" dem Parlament Kopien der bis dahin gesammelten 22.000 Unterschriften gegen das Lebenspartnerschaftsgesetz. Wir gaben dazu eine offizielle Stellungnahme im Rahmen der Begutachtung dieses Gesetzentw

>> Download unserer Stellungnahme an das Parlament

 

 
 

      Stellungnahmen anderer Organisationen  


Wer will eigentlich dieses Gesetz? Selbst Homosexuellenvertreter kritisieren das vorgelegte Lebenspartnerschaftsgesetz! Nichts weniger als die vollständige Ehegleichstellung von Lebenspartnerschaften wird gefordert, daher sind sie mehrheitlich nicht zufrieden den mit dem Entwurf.

Andererseits meldet eine bedeutende Anzahl von Kirchenvertretern, christlichen Gruppen und Familienorganisationen Einspruch an. Auch Vertreter diverser politischer und gesellschaftlicher Organisationen haben z.T. erhebliche Vorbehalte. Zitate aus den sehr unterschiedlichen Stellungnahmen:

"Von Homosexuellen nicht erwünscht!" - "Bevormundender Eingriff des Gesetzgebers" - "Ehe und Familie bagatellisiert" - "Kinderfeindlich" - "Mehrfach unausgereift" - "Fehlende Generalklausel zur Ehegleichstellung" - "Privilegierung der Ehe gut begründbar" - "Verhöhnung gleichgeschlechtlicher Paare"

>> mehr zu den veröffentlichten Stellungnahmen im Zuge der Begutachtun



 

                 Aktuelle Presseberichte                 

Wir haben für Sie die aktuellsten Meldungen und Hintergrundberichte zusammengestellt.

>> mehr zum Presseecho über diese Aktion und das Thema Homo-Ehe


 

            Weiterführende Informationen            

Häufig gestellte Fragen zum Thema Homosexualität:

>> mehr über Fakten zum Thema Homosexualität
 

Eine ausführliche Darstellung des Themas Homosexualität im Hinblick auf das geplante Partnerschaftsgesetz
gab die Leiterin des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft, Dr. Christl Vonholdt, in einem Vortrag am 25. Februar in Wien:

>> Download: "Homosexualität verstehen - Warum Eingetragene Partnerschaften nicht sinnvoll sind"

 

            gesellschaftsverantwortung.at           

Weblink für weitergehende Informationen zu diesem Themenkreis und zu anderen Fragen gesellschaftspolitischer Verantwortung.

>> Website gesellschaftsverantwortung.at